Bepflanzung mit Liguster

2. Mai 2019

 

Am 2. Mai 2019 wurden durch die Stolpersteingruppe initiiert und finanziert 20 Ligusterpflanzen gesetzt, um die ehemalige Fläche des jüdischen Friedhofs vor 1829 anzudeuten. Hierzu folgende historische Gegebenheit:

1829 beschloss der Gemeinderat, den "Steigweg", einen schmalen Pfad, der rechts am Friedhofsgelände vorbei führte, zu einer befahrbaren Straße auszubauen. Um für die heutige "Eimsheimer Straße" Platz zu schaffen, sollte ein breiter Streifen des Friedhofs eingeebnet werden. Die israelitische Gemeinde erhob Einspruch gegen diesen Plan - die Straße wurde dennoch gebaut. Da das Friedhofgelände teilweise auf einem recht steilen (für den Weinbau ungeeigneten!) Nordhang liegt, drohte durch die Baumaßnahmen das Gelände zur neu angelegten Straße hin abzurutschen. Eine Stützmauer zur Absicherung des Friedhofsgeländes wurde unumgänglich. (entnommen aus: "Der jüdische Friedhof in Guntersblum" von Dieter Michaelis, Jutta Hager-Latz. Weitere Informationen zu diesem Geschehen sind aus dem angegebenen Buch zu entnehmen.

Mittels der Ligusterpflanzen werden die Umrisse des ehemaligen jüdischen Friedhofs vor 1829 angedeutet. Die ursprüngliche Friefhofsfläche ging weit über die heutige Mauer zur Eimsheimer Straße hinweg.

 

   
© Stolpersteingruppe Guntersblum