27. Januar 2026
Zum Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus
gemeinsam erinnern
„Was hat das mit mir zu tun?“ – Diese Frage stellen sich viele, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Die Antwort ist: sehr viel. Denn Erinnern bedeutet, Verantwortung für heute und morgen zu übernehmen. Am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag der Opfer des Nationsozialismus wird weltweit an die Befreiung von Auschwitz 1945 erinnert.
Die Stolpersteingruppe lädt aus diesem Anlass zu einem besonderen Programm ein. Am 17. Januar geht es in der Gruppenstunde der Konfirmanden um eine wahre Geschichte von Mut und Menschlichkeit. Am 25. Januar sind alle Interessierten zu einer öffentlichen Führung über den jüdischen Friedhof eingeladen. Zum Gedenktag am 27. Januar veranstaltet die Evangelische Kirche eine ökumenische Andacht, gestaltet von den Konfirmand:innen. Kerzen an den Stolpersteinverlegestellen im ganzen Dorf setzen dazu ein stilles, eindringliches Zeichen, das die Lebenswege der Opfer beleuchtet, die Verbrechen der Täter sichtbar macht und uns mahnt: Nie wieder darf Hass die Oberhand gewinnen. Kommen Sie vorbei. Denn Erinnern geht uns alle an.
Öffentliche Führung über den Jüdischen Friedhof: Sonntag, 25. Januar 2025, 15:00. Treffpunkt: Im Kellerweg vor dem Weingut Schnell
Ökumenische Andacht zum Holocaust-Gedenktag: Dienstag, 27. Januar, Evangelische Kirche, 17:00.

Wir bedanken uns herzlich bei der unbekannten Person, die uns am internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2026) einen anonymen Brief mit wertschätzenden Worten neben der Gedenkkerze in der Julianenstraße hinterlassen hat. Vielen Dank auch für die danebenliegenden Süßigkeiten.
Es motiviert uns sehr, dass unsere Gedenkarbeit Beachtung und Anerkennung erfährt. Zugleich stärkt es die Hoffnung, dass wir mit dieser „Arbeit gegen das Vergessen“ nicht zu einer kaum beachteten Randgruppe von Freiwilligen gehören, sondern Teil eines getragenen gesellschaftlichen Engagements sind.

Ein Bild, das die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Gruppenstunde nach einem Besuch der Stolpersteingruppe gemalt hatten, zeigt: der Stolperstein zwingt, dorthin zu schauen, wo es weh tut. Das Kunstwerk stand im Mittelpunkt der gemeinsamen Andacht am 27. Januar in der Evangelischen Kirche: „Wir tragen an den Wunden der Geschichte mit“, so Pfarrerin Claudia Dreier.






